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	<title>Burnout - Stella Krüger</title>
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		<title>Wenn alte Muster wieder auftauchen: persönliche Entwicklung, Rückschritte und Burnout</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Stella Krüger]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 05 Sep 2026 16:19:39 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Burnout]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Eine Klientin sitzt mir gegenüber, zweiter Burnout. Sie meint es ist ein Rückfall. Die erste Frage, die sie stellt, ist nicht "wie geht es jetzt weiter". Sie ist: Was habe ich falsch gemacht? Wann war ich nicht mehr achtsam? Sie ist erschöpft, sieht müde und bleich aus. Und dazu kommt die Scham, es beim letzten [&#8230;]</p>
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	<p>Eine Klientin sitzt mir gegenüber, zweiter <a href="https://praxis-stellakrueger.de/burnout-therapie-muenchen/">Burnout</a>. Sie meint es ist ein Rückfall. Die erste Frage, die sie stellt, ist nicht "wie geht es jetzt weiter". Sie ist: <em>Was habe ich falsch gemacht? Wann war ich nicht mehr achtsam?</em></p>
<p>Sie ist erschöpft, sieht müde und bleich aus. Und dazu kommt die Scham, es beim letzten Mal offenbar nicht "in den Griff bekommen" zu haben. Trotz aller Reflexion und Achtsamkeit.</p>
<p>Für mich ist die menschliche Entwicklung eher eine Wendeltreppe wie eine Linie. Du kommst an denselben Stellen immer wieder vorbei, jedes Mal ein Stockwerk höher. Genau so erlebe ich persönliche Entwicklung: alte Muster tauchen wieder auf, aber wir sind an einem anderen Punkt wie beim letzten Mal. Und immer wieder kommt die Frage mit der leichten Verzweiflung nach dem "Warum" vorbei.</p>
<p>Meine Klientin hatte beim ersten Mal einiges gelernt, Regenerationszeiten einhalten zum Beispiel. Mehr Ab- und Aussprachen mit ihrem Partner. Was sie nicht aufgelöst hatte, war der Glaubenssatz darunter: dass sie für alles verantwortlich ist. Der lief unterbewusst auch dann, wenn sie sich eigentlich erholte. Das schlechte Gewissen hatte kein frei, auch nicht im Urlaub.</p>
<p>Von außen sieht das aus als wäre sie wieder am selben Punkt, ist sie aber nicht. Sie hat diesmal früher gemerkt, was los ist – die permanente innere Wachheit, die Schlafstörungen, die Depression im Anmarsch. Sie kam, bevor ihr System den Stecker gezogen hat, nicht erst danach. Kennst du dieses Gefühl, spät noch die Notbremse zu ziehen, kurz bevor es richtig kippt?</p>
<p>Der Unterschied liegt oft nicht darin, ob ein altes Thema wiederkommt. Wie gehen wir heute damit um - das macht den Unterschied.</p>
<p>Und ja, im ersten Moment fühlt sich das an wie Versagen. Das Leben rechnet aber nicht in dieser Kategorie. Unsere Leistungsgesellschaft schon.</p>
<h2><strong>Veränderst du dich, gerät auch der Rest in Bewegung</strong></h2>
<p>Diese Klientin hat nach dem ersten Burnout angefangen, privat mehr Grenzen zu setzen. Das hat Konflikte ausgelöst, mit ihrem Umfeld wie in ihr selbst. Der hohe Anspruch allem gerecht zu werden pochte stark in ihr. Jetzt wollte sie auch noch sich selbst gerecht werden.</p>
<p>Beziehungen pendeln sich über Jahre auf ein Gleichgewicht ein – man übernimmt Rollen, reagiert in vertrauten Mustern aufeinander, weiß meist ziemlich genau, was man voneinander erwarten kann. Verändert sich eine Person - reagiert anders - kommt das ganze Gleichgewicht durcheinander.</p>
<p>Das muss eine Beziehung nicht zerstören. Aber es zeigt manchmal auf, was nur gut gelaufen ist, weil einer sich ständig angepasst oder zurückgenommen hat. Bei ihr stand plötzlich die Ehe auf dem Prüfstand.</p>
<p>Bei ihr löste die Entwicklung weitere Schuldgefühle aus. Sie fühlte sich schuldig gegenüber ihrem Mann, ihrem Umfeld, das sie durch die Krise getragen hatte. Ihr Arbeitgeber, der ihr eine Zeit gegeben hatte, wieder gesund zu werden. Eine Grenze zu setzen heißt oft, dass jemand anderes etwas für ihn vertrautes verliert, das bis dahin selbstverständlich war. Deshalb bleiben viele wichtige Veränderungen halb gelebt, auch wenn sie wichtig wären, um wieder Kongruenz ins eigene Leben zubringen.</p>
<p>Das Schwierigste für sie war der Gedanke: <em>Ich bin doch fertig damit. Ich hab es verstanden, gelernt, abgehakt.</em> Verstanden hatte sie tatsächlich vieles. Umgesetzt zum Teil. Neben Schuldgefühlen, können auch noch andere Anteile in uns agieren, die die dringend benötigte Veränderung verhindern. Alte Ängste tauchen gerne wieder auf, auch wenn wir längst wissen, woher sie kommen oder wie wir bisher mit ihnen umgegangen sind.</p>
<p>Manche Themen gehören einfach zu deiner Geschichte. Ich nenne sie Lebensthemen. Sie schleifen sich glatt, aber sie bleiben wie alte Freunde gerne in der Nähe. Entwicklung heißt nicht, dass sie verschwinden, sondern dass sie nicht mehr am Steuer deines Lebens sitzen.</p>
<p>Dieselbe Angst kommt wieder. Wir sagen "Hallo" und schauen, was sie braucht, um sich zu beruhigen. Dann erst treffen wir die Entscheidung, machen die Schritte, die sie ausgelöst hat.</p>
<p>Oder ein altes Konfliktmuster taucht auf. Nach ein paar Wiederholungen, erkennen wir sie, gehen vielleicht kurz aus dem Raum, fangen uns, entscheiden uns anders und gehen zurück.</p>
<p>Oder wir streiten uns eben noch mal. Wir sind alle Meister, die üben.</p>
<h2><strong><br />
Wenn der Boden, auf dem du stehst wackelt</strong></h2>
<p>Manche Phasen gehen einen Schritt weiter. Da merkst du nicht nur, dass einzelne Verhaltensmuster nicht mehr passen, sondern es verschiebt sich etwas Grundsätzlicheres im Leben.</p>
<p>Der Beruf, der lange Spaß gemacht hat, fühlt sich nicht mehr richtig an. Eine Beziehung, in der viel Liebe war, wird anders. Werte verschieben sich, Ziele verlieren die Motivation. Oder du merkst, dass du jahrelang einem Bild von dir selbst gefolgt bist, das heute nicht mehr stimmt.</p>
<p>Solche Phasen verunsichern, weil du nicht nur deine Antworten auf den Sinn verlierst, sondern manchmal dir auch der Boden auf dem du stehst sich komplett verändert. Solche Zeiten erleben viele Menschen als <a href="https://praxis-stellakrueger.de/lebenskrisen/">Lebenskrise</a>.</p>
<p>Aus meiner Sicht ist das ein wichtiges Lernen: Aushalten, nicht sofort zu wissen, wie es weitergeht, und nicht jede Unsicherheit auf der Stelle auflösen zu müssen. Eine innere Veränderung ist manchmal wie ein guter alter Wein - sie braucht Zeit bevor daraus eine gute neue Richtung wird.</p>
<p>Meine Klientin hat sich übrigens eine Zeit lang von mir begleiten lassen. Sie hat die tieferliegende Angst hinter ihrem hohen Verantwortungsgefühl verstanden, nicht nur die Symptome angeschaut, die an der Oberfläche lagen. Ihr Leben und ihr Arbeiten haben sich seitdem verändert, auf ein anderes Level von Gesundheit und Wohlbefinden hin – das alte Thema ist noch in der Nähe (ein alter Freund, du erinnerst dich?). Der Umgang damit hat sich verändert.</p>
<p>Taucht bei dir also ein altes Thema wieder auf: Sag Hallo. Frag, was es zu lernen gibt. Und freue dich, was du bisher schon gelernt hast.</p>
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	<h2><strong>Über die Autorin</strong></h2>
<p>Stella Krüger ist Heilpraktikerin für Psychotherapie und Diplom-Betriebswirtin. Seit über 25 Jahren begleitet sie Menschen in Veränderungsprozessen, viele davon in anspruchsvollen beruflichen Rollen.</p>
<p>Sie arbeitet tiefenpsychologisch, traumaerfahren und körperorientiert und verbindet dabei humanistische, existenzielle und spirituelle psychotherapeutische Ansätze mit langjähriger praktischer Erfahrung.</p>
<p>Gleichzeitig kennt sie die andere Seite sehr gut: Arbeitswelt, Verantwortung, Führung und das Handeln in anspruchsvollen beruflichen Kontexten.</p>
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<p><a href="https://praxis-stellakrueger.de/#ueber-mich">Mehr über mich</a></p>
<p><a href="https://praxis-stellakrueger.de/kontakt/">Wie Sie mich erreichen</a></p>
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